Hinweise zur Ausstattung mit Erfassungsgeräten zur Verbraucherfassung

 

Informationen zur Heiz-/Warmwasserkostenabrechnung mit grundsätzlichen Hinweisen, die zu beachten sind bei dem Einsatz von Heizkostenverteilern.

im Text:  HK=Heizkörper, HKV=Heizkostenverteiler

 

1. Alle Heizkörper (HK) der Abrechnungseinheit sind durch Heizkostenverteiler (HKV) zu erfassen. Ausgenommen werden können nur Heizkörper, die gemeinschaftlich nutzbar sind (Heizkostenverordnung § 4, Abs. 3). Entsprechend den effektiv vorhandenen und zu erfassenden Heizkörpern sind Änderungen gegenüber den vor der Montage genannten Stückzahlen möglich.

 

2.  Durch HKV können fast alle handelsüblichen HK, die mit Ventilen ausgestattet sind und ohne Fremdenergie arbeiten, erfaßt werden. Vor Montage der HKV werden Fabrikate, Typen, Maße aufgenommen und die Norm-Leistung der HK festgestellt. Sind HK trotz Recherchen nicht eindeutig zuzuordnen, wird die Leistung vergleichbarer HK eingesetzt.

 

3.  Nicht durch HKVV zu erfassen sind: Fußboden-, Deckenstrahlheizungen, klappengesteuerte Heizkörper, Luftheizer (Sammelbezeichnung: „sonstige Wärmeverbraucher“), sogenannte Niedertemperaturheizungen mit Auslegungsvorlauftemperaturen unter 55° C und Einrohrheizungen, soweit sie über eine Nutzeinheit hinausgehen. (Aufzählung lt. DIN 4713, Teil 2, Abs. 1). Die Auslegungsvorlauftemperatur ist nicht zu verwechseln mit der tatsächlich gefahrenen Vorlauftemperatur. In den durch HKVV erfaßbaren Anlagen liegt die tatsächliche Vorlauftemperatur bei entsprechenden Witterungsbedingungen häufig im Bereich von 50° C.

 

4.  Soweit „sonstige Wärmeverbraucher“ vorhanden sind (Fußbodenheizung u.a., siehe Ziff. 3) müssen bauseits Wärmezähler vorhanden sein oder installiert werden.

   Bei unterschiedlichen Nutzungs-Gebäudearten mit abweichenden Betriebsbedingungen und Vorlauftemperaturen ist eine Vorerfassung derartiger Nutzergruppen durch Wärmezähler i.d.R. erforderlich.

   Werden derartige Meßvorrichtungen erst nach der ausgeführten HKVV-Montage installiert, bitten wir um schriftliche Mitteilung über Zählerart, Zählerstand, Anzeige Einheit (z.B. MWh), Zählereinbauort und Einbaudatum, insofern wir nicht gesondert zur Erfassung dieser Zählerdaten beauftragt werden.

 

5.  Bei der Warmwasserversorgung aus der Heizung (verbundene Anlagen) müssen die Kosten für Heizung und Warmwasser getrennt werden. Hierzu ist seit dem 1. Januar 2014 ein Wärmezähler im Boiler-Speisekreis erforderlich. Der Warmwasserverbrauch je Nutzeinheit sollte durch Warmwasserzähler erfaßt werden. Auf das Anbringen der Ausstattung zur Verbrauchserfassung kann nur verzichtet werden, wenn es nicht oder nur mit unverhältnismäßig hohen Kosten verbunden ist. (Heizkostenverordnung § 11, Abs. 2.) Sind keine Wasserzähler vorhanden, wird der Warmwasserkostenanteil nach qm-Nutzfläche auf die Nutzer umgelegt.

   Bei nutzungsbedingt unterschiedlichen Verbrauchsgewohnheiten sollte zumindest eine teilweise Warmwasserverbrauchserfassung erfolgen. Es ist nicht vertretbar, z.B. Wohnungen, Büros oder gewerbliche Einheiten nach dem gleichen festen Schlüssel zu berechnen. Als Zwischenlösung bietet sich an: z.B. Wohnungen nach qm-Nutzfläche und gewerbliche Nutzeinheiten, wie Metzgereien u.a., getrennt nach Verbrauch/Zähleranzeige erfassen und abrechnen. In derartigen Sonderfällen ist auch eine nachträgliche Installation von Warmwasserzählern zumeist möglich.

   Die Warmwasserkostenabrechnung kann sowohl nach den von uns gelieferten Zählern wie auch nach allen handelsüblichen Zählern erfolgen, zu beachten ist die Eichgültigkeitsdauer.