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Funkanlagen

Bei den Funkanlagen unterscheidet man grob zwei Systeme:

Anlagen mit Funkzentrale (Sammler)
Alle Erfassungsgeräte (Heizkostenverteiler, Zähler) sind mit einem Sender ausgestattet, über den mehrmals täglich ein Funkprotokoll mit Ablesewerten und Gerätedaten an eine Funkzentrale (Sammler) im Haus abgesetzt wird. Diese Daten werden im Sammler mit Datum, Uhrzeit und Gerätenummer abgespeichert.
Die Auslesung der im Sammler gespeicherten Daten erfolgt dann – ebenfalls per Funk – von außerhalb des Hauses mit einem speziellen Sende- und Empfangsgerät (Transceiver), das die Daten dann an ein angeschlossenen Notebook oder Smartphone überträgt.

WalkBy‘ Verfahren
Alle Erfassungsgeräte (Heizkostenverteiler, Zähler) sind mit einem Sender und einem Empfänger ausgestattet. Im Normalbetrieb werden keine Funkprotokolle abgesetzt, die Erfassungsdaten werden hier mit Datum und Uhrzeit in den einzelnen Geräten gespeichert.
Zur Ablesung wird auch hier ein Sende- und Empfangsgerät (Transceiver) verwendet, der über Funk von außerhalb des Hauses jedes Erfassungsgerät einzeln über die Gerätenummer ‚anspricht‘ und das Funkprotokoll der gespeicherten Daten anfordert. Auch hier werden die Daten dann vom Transceiver an ein angeschlossenes Notebook, Tablet oder Smartphone übertragen. Die abzulesenden Gerätenummern werden dem Transceiver vom angeschlossenen Notebook oder Smartphone übermittelt. Hier ist also eine ‚elektronische Ableseliste‘ hinterlegt.

Vorteile
Den leider höheren Gerätepreisen für Funkanlagen stehen allerdings eine Reihe Vorteile gegenüber: Da die Wohnungen für die Ablesung nicht mehr betreten werden müssen, brauchen die Wohnungsinhaber zur Ablesung nicht mehr anwesend sein. Zwischenablesungen (z. B. bei Nutzerwechsel) entfallen ebenso, da mit der jährlichen Hauptablesung auch die Verbrauchswerte der letzten 18 Monate erfasst werden und für die Abrechnung verfügbar sind. Weil die Ablesewerte elektronisch bis ins Abrechnungssystem übertragen werden, entfallen auch etliche Fehlerquellen (Falschablesung, Schreib- und Tippfehler).

Elektrosmog
Wegen der sehr geringen abgestrahlten Sendeleistung (ca. 10 - 20 mW) der Funkzähler und -verteiler ist eine gesundheitliche Gefährdung nicht gegeben. Zum Vergleich: Ein Handy sendet bei ungünstigen Bedingungen mit einer Leistung von bis zu 2 W (direkt am Kopf !), das entspricht etwa der 100 - 200-fachen Leistung eines Funkverteilers. Hinzu kommt, dass die Übertragungszeit eines Funkprotokolls zum Empfänger nur den Bruchteil einer Sekunde beträgt. In der Übertragungsfreien Zeit ist die Sendeeinrichtung der Geräte abgeschaltet.